Thomas Sankara: Held der afrikanischen Jugend
15. Oktober 2011 | Von H. DEPE TCHATCHU | Kategorie: Politik
Der 15. Oktober ist wie jedes Jahr ein ganz besonderer Tag. Gewiss traurig, da an diesem Tag im Jahr 1987 wurde der Hauptmann Thomas Sankara ermordet. An diesem Tag hat nicht nur Burkina Faso einen aufrichtigen Mensch und ein großenartiger Visionär verloren sondern den gesamten afrikanischen Kontinent. Denn Thomas Sankara war es gelungen in Burkina Faso eine Volksbewegung zu entfachen, schnell den ganzen Kontinent erreichte. Er schaffte es durch seine Regierungsführung und Politik den Kontinent eine neue Selbstbewusstsein zu geben.
Hauptmann Thomas Sankara, geboren am 15. Dezember 1949, diente in der Luftwaffe des damaligen Obervolta. 1983 wurde er zum Premier Minister ernannt. Im gleichen Jahr wurde er aber verhaftet und in Gefängnis gesteckt weil er das politische Establishment kritisierte. Seine Verhaftung führte beinahe zu einem Volksaufstand bevor er am 04. August des gleichen Jahres durch ein Staatsstreich organisiert von seinem Freund Blaise Compaore befreit wurde. Er übernahm dann die Macht und versuchte mit sehr Innovativen und unbequeme Ideen das Land und den Kontinent zu ändern. In 1984, am ersten Jahrestag seiner Machtannahme, benannte er das damalige Obervolta „Burkina Faso“, im Sinne von “Land der aufrechten Menschen” in Mossi und Dyula, die beiden wichtigsten Sprachen des Landes. Er gab ihr eine neue Flagge und schrieb eine neue Nationalhymne.
Ohne große finanzielle Mitteln und internationale Unterstützung, schaffte er es das Land aus der Unterernährung zu führen, baute Eisenbahnlinien, baute neue Schulen. Sankara setzte sich als einer der ersten Politiker der Welt für die Umwelt, Frauenrechte und gegen genitale Verstümmelung,. Er rief die Afrikaner zur Einheit auf und reduzierte drastisch die Privilegien von Beamten und Funktionären. Er selbst fuhr hatte als Dienstwagen ein Renault 5.
An diesem 15. Oktober blicke ich traurig zurück wie es denn hätte sein können wenn Sankara nicht ermordet gewesen wäre. Wo wäre Burkina Faso heute? Eines ist sicher: Sankara war seiner Zeit weit voraus und konnte auch deshalb, wie er es sagte, teilweise auch in Afrika nicht „verstanden werden“. Ein Beleg dafür ist die Tatsache, dass heute noch Themen wofür er gekämpft hat noch aktuell sind. Außerdem ist die Anerkennung seiner Leistung jetzt noch größer geworden als damals. Was zu der Zitat zurück erinnert welches er vor seiner Ermordung machte: „Revolutionäre und Individuen kann man Mord ermorden, aber Ideen lassen sich nicht töten“. Leb Wohl mon Capitaine!
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