Handy in Afrika: mit einfachen Tricks Kosten sparen
22. Februar 2012 | Von H. DEPE TCHATCHU | Kategorie: IT & Technik
In vielen afrikanischen Ländern findet zurzeit ein regelrechter Mobilfunkboom. Handys oder Tablett werden überall wo man hinschaut oder hinfährt benutzt. Diese Entwicklung beschert vielen Dörfern, sonst ohne Straßenanschluss oder Strom, eine wichtige Infrastruktur zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung.
Internationale Großkonzerne haben diese Möglichkeiten der Profiterzeugung längst registriert und versuchen mit allen Mittel den Markt der Zukunft für sich zu sichern. Dabei haben sie aber den Einfallreichtun der dortigen Bevölkerung unterschätzt. Diese hat binnen kürzester Zeit, einfache Methoden entwickelt, um Telefongebühren zu sparen. So verständigen sich in vielen Ländern des Kontinents, Handy-Besitzer über Klingeltöne. Sie machen mit Freunden Codes aus, heben nicht ab, sondern hören bei bestimmten Nummern einfach hin: Ein Klingelzeichen bedeutet "Ruf mich zurück", zwei "Hol mich ab". Eine Entwicklung treibt vor allem in Afrika ihre Blüten: das "Beeping" oder in frankophonen Ländern das "Bipage". In Ruanda, Kamerun oder Kongo versteht man darunter die Bitte um einen Rückruf durch einmaliges Klingeln. Der naheliegende Kniff, um trotz knappem oder ohne Gesprächsguthaben zu telefonieren, ist in Afrika ein echtes Massenphänomen geworden.
In vielen Ländern wurden angebotenen Flatrate-Tarifen, obwohl sie dort meistens ab Mitternacht gelten, so oft und fleißig genutzt, das einige Telekommunikationsunternehmen kurzerhand das Service einstellten.
Viele Studien haben inzwischen gezeigt, dass mehr als 30 Prozent aller Anrufe mittlerweile „Beeping“ sind. Und dieses bereitet den Netzbereitern ernsthafte Kopfschmerzen, denn mit jedem „Beeping“ verlieren sie natürlich Geld.
Diese Konzerne suchen nach Lösungen gegen diese Herausforderung, sollten aber auch an Ihre Preispolitik arbeiten, denn mit dem Handy in Afrika telefonieren ist, im Verhältnis zum gelebten Lohnniveau, immer noch zu teuer.
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